Die Insel Santorin – Urlaub auf einem Vulkan

Café in Akrotiri, Santorin - Quelle: Wikipedia

Die griechische Insel Santorin (oft auch als Santorini, Thera oder Thira bezeichnet) ist mit rund 90 km² Fläche die südlichste Kykladeninsel und liegt ca. 120 km nördlich von Kreta am Südrand der Ägäis. Santorin ist zwar kein typisches Ziel für eine Sprachreise, aber aufgrund der Entstehungsgeschichte und ihrer Topografie gehört sie zu den faszinierendsten Inseln der gesamten Region. Zusammen mit den Nachbarinseln Aspronisi, Thirassia, Palea Kameni und Nea Kameni stellt Santorin einen kleinen Archipel mit 16 km Durchmesser dar, der vor rund 3.600 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstand; allerdings sind nur Thirassia (10 km² Fläche, 150 Einwohner) und Santorin (14.000 Einwohner) bewohnt. Die 150-350 m hohe, nahezu senkrechte Kraterwand bildet den Westteil der sichelförmigen Hauptinsel, während die anderen Inseln am Rand oder innerhalb der vom Meer überfluteten Caldera liegen. Nach Osten und Süden fällt die Landoberfläche auf Santorin sanft zum Meer hin ab, lediglich im Südosten der Insel unterbricht das kleine Massiv des Berges Profitis Ilias (567 m üNN) das ausgeglichene Landschaftsbild. Die günstige Topografie und das ausgesprochen mediterrane Klima mit sehr viel Sonnenschein haben dazu geführt, dass rund 80 % der Fläche von Santorin zum Anbau von Obst, Gemüse und Wein wie dem Malvasier genutzt werden; diese spezielle Weinsorte sollte man bei einem Urlaub auf Santorin unbedingt in einer der lokalen Tavernen ausprobieren.

Als Insel ist Santorin nur mit dem Flugzeug oder dem Schiff bzw. der Fähre zu erreichen. In den Sommermonaten werden direkte Charterflüge auch von Deutschland aus angeboten, tägliche Fährverbindungen bestehen zu den Häfen von Piräus oder nach Kreta; die Infrastruktur ist mit Straßen und einem dichten Busliniennetz ebenfalls gut ausgebaut. Der Hauptort der Insel ist Fira, das hoch über dem Meer mit einem wunderbaren Ausblick direkt am Kraterrand thront; ebenso ausgesetzt sind die Standorte von Firostefani, Imerovigli und Ia, während die Badeorte Perissa und Kamari auf der flachen Ostseite liegen. Hier befinden sich auch die beliebtesten Strände von Santorin, die allerdings meist aus Kies und schwarzem Lavasand bestehen; durch die intensive Sonneneinstrahlung wird der Strand deshalb oft eine heißes Pflaster (Badeschuhe). Lohnende Ausflugsziele sind die Ausgrabungsstätten von Alt-Thera und Akrotiri, die archäologischen Museen, das Katholische Viertel von Fira und das Kloster auf dem Profitis Ilias. Santorin ist nicht nur ein bevorzugtes Reiseziel für einen Badeurlaub mit Schnorcheln und Tauchen, auch Mineralienfreunde haben aufgrund der vulkanischen Vergangenheit hier einige schöne Stücke gefunden; außerdem lockt das bezaubernde Flair der Kykladeninseln – und eine ausgezeichnete griechische Küche.

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